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So war das Regional-Treffen in Bad Nenndorf

Anbindungen in Seelze und Vorstellung sensibler Bereiche

16. Oktober 2023

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Beim Regional-Treffen in Bad Nenndorf wurde der aktuelle Stand des Projekts erörtert. (Quelle: Ben Veith)
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Am 5. Oktober 2023 wurde in Bad Nenndorf der aktuelle Stand der Planung vorgestellt und diskutiert. Beim insgesamt 15. Regionaltreffen standen die Anbindung an den Bestand in Seelze sowie Wasserschutzgebiete und die Bergsenkung durch das Kali-Bergwerk im Vordergrund. Damit alle Eingeladenen die Veranstaltung verfolgen konnten, fand das Treffen hybrid statt: in der Wandelhalle und als Videokonferenz.

Diskussion um Anbindungen in Seelze

Etwa 30 geladene Gäste aus regionalen Kommunen, Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, der Wasserwirtschaft und Landwirtschaft kamen in Bad Nenndorf zusammen, um vor allem ein Thema intensiv zu diskutieren: die möglichen Anbindungen an die bestehende Strecke bei Hannover. Der Projektleiter der Bahn, Carsten-Alexander Müller, stellte vier mögliche Anbindungen detailliert vor: zwei Anbindungen in Lohnde, eine bei Gümmer und eine in Letter. Anschließend erläuterte er, welche Gründe gegen die beiden letzteren Anbindungen sprechen und weswegen nur die in Lohnde genauer untersucht werden sollen. Anschließend wurde darüber ausgiebig diskutiert. Dabei wurde der Wunsch geäußert, eine Ausfädelung in Wunstorf mit aufzunehmen und mit den vorgestellten Anbindungen zu vergleichen. Außerdem wurde die Vergleichbarkeit der einzelnen Anbindungen konstruktiv diskutiert sowie wertvolle Hinweise zu einzelnen Faktoren gegeben.

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Im Anschluss an die Vorträge kam das Projektteam mit den Teilnehmenden ins Gespräch. (Quelle: Ben Veith)

Trinkwasser- und Heilquellenschutz im Fokus

Bevor Trassen-Alternativen veröffentlicht werden, werden aktuell sensible Bereiche wie Wasser- und Naturschutzgebiete untersucht. Dazu stellte zuerst Umweltexperte Thorsten Wolf das Thema Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebiete vor. Aktuell wird untersucht, wie das Schutzgebiet Deistervorland beschaffen ist. Anhand von Beispielprojekten erläuterte er, wie bereits mit dem Thema Wasserschutz umgegangen wird und wie Wasserschutzzonen 3 durchfahren werden.

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Umweltexperte Thorsten Wolf stellte das Thema Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebiete vor. (Quelle: Ben Veith)

Prognose zur Bodensenkung durch Kali-Bergwerk

Anschließend erläuterte Experte Jens Mühlmann, wie die Kali-Grube zwischen Kolenfeld und Haste in der Planung beachtet wird. Durch das Kali-Bergwerk senkt sich der Bereich trotz Stabilisierung konstant ab. Die Senkungen können allerdings so gut prognostiziert werden, dass sie in der Planung mit bezogen werden können.

Dank der spannenden Diskussionen lieferte das Regional-Treffen wertvolle Hinweise für die weitere Planung. Am kommenden Montag, dem 9. Oktober werden die Informationen sowie weitere Themen bei einem Info-Markt vorgestellt und mit der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Wir freuen uns schon auf den weiteren Austausch!

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