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Trassen-Korridor Variante V9

Bückeberg–Rinteln–Kalletal–Bad Salzuflen
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Die Karte zeigt in Blau den Verlauf der Trassen-Korridor Variante V9. Die weiteren Trassen-Varianten sind in Grau dargestellt.
Inhalt

Die Variante im Überblick

Variante V9 untertunnelt den Bückeberg südöstlich von Stadthagen und das Wesergebirge bei Rinteln. Danach überbrückt V9 die Weser und verläuft anschließend weitgehend im Tunnel durch das Kalletal über Bad Salzuflen nach Bielefeld.

101 Kilometer   
Strecke

6 Kilometer   
bestandsnah

33 Kilometer   
Tunnel

3   
Talbrücken

Städte und Gemeinden an der Variante

 

Gut zu wissen

Etwa alle 30 Kilometer bauen wir Überholgleise. Schnelle Züge überholen dort langsame. Überholgleise können zu Bahnhöfen umgebaut werden. Das ermöglicht schnelle Nahverkehre. So wird es bereits zwischen Ingolstadt und Nürnberg sowie zwischen Stuttgart und Ulm gemacht.

Die Variante im Detail

Bei Variante V9 ist die Strecke zwischen Hannover Hauptbahnhof und Bielefeld Hauptbahnhof 101 Kilometer lang. Wir nutzen 11 Kilometer Bestand und planen 90 Kilometer neu. Hinzu kommen 11 Kilometer Zusatz-Strecke. Die 101 Kilometer neu geplante Strecke haben Fachleute bewertet und mit den anderen Varianten verglichen. Die Ergebnisse des Varianten-Vergleichs finden Sie hier.

Verlauf der Variante

Von Hannover bis Seelze nutzt die Varianten die vorhandenen Gleise. Ab Seelze verlegen wir neue Gleise. Den genauen Startpunkt bestimmen wir in den nächsten Jahren. Für den besseren Vergleich der Varianten nutzen wir einheitlich die Anbindung Cargo-Werk Lohnde.

Die Variante V9 überquert die Ostermunzeler Straße südlich von Dedensen mit einer Brücke. Südlich von Kolenfeld überbrücken die Gleise die Autobahn A2 und durchfahren dann den Haster Wald südlich. Die Gleise verlaufen zwischen Helsinghausen und Kreuzriehe, zwei Ortsteilen von Suthfeld. Anschließend überqueren die Gleise die Deisterbahn. Dafür senken wir die Deisterbahn ab. Bei Ohndorf führen die Gleise durch die Rodenberger Aue. Das Gebiet ist unter anderem ein Überschwemmungsgebiet.

Hinter Beckedorf biegen die Gleise Richtung Süden ab. Im Stadthagener Ortsteil Blyinghausen verschwinden die Gleise in einem 9.800 Meter langen Tunnel unter dem Bückeberg. Zwischen Rolfshagen und Buchholz verlaufen die Gleise in einem 1.700 Meter langen Tunnel. Die Gleise überqueren die Bückeburger Aue oberirdisch und verlaufen in einem über 3.600 Meter langen Tunnel unter der Autobahn A2 und dem Wesergebirge Richtung Rinteln.

Die Rintelner Nordstadt wird im Nordwesten untertunnelt. Die Gleise überqueren die Weser mit einer Brücke. Die Variante verläuft nahe des Doktorsees und der Osternuther Kiesteiche. Die Kiesteiche sind besonders geschützt als Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Gebiet. Die Gleise verlaufen durch einen 2.700 Meter langen Tunnel unter den Waldgebieten südlich von Varenholz entlang. Die Variante verläuft bei Langenholzhausen oberirdisch und zwischen dem Haiberg und Varendorf unterirdisch. Der Tunnel ist 6.500 Meter lang. Die Gleise queren Gebiete von Hollwiesen und Exter. Der Stadtwald von Herford und der Obernberg bei Bad Salzuflen werden untertunnelt. Der Tunnel ist 2.200 Meter lang und verläuft nahe des Heilquellen-Schutzgebiets.

Die Landesstraße L712 und die Werre überbrücken wir. Anschließend folgt ein 400 Meter langer Tunnel unter dem Autobahnkreuz bei Ahmsen. Die Gleise verlaufen dann entlang der Autobahn A2. Südlich von Elverdissen auf Höhe der Raststätte Lipperland untertunneln die Gleise die Autobahn A2. Es folgt ein oberirdischer Abschnitt, bevor die Variante im Tunnel unter der Herforder Heide verläuft. Bis Bielefeld verläuft die Variante dann oberirdisch: Den Mühlenbach, die Aa und die Bundesstraße B61 überquert die Variante mit Brücken. Eine weitere Talbrücke ist im Bereich des Johannisbach-Tals nötig.

Wir verbinden die Variante bei Schildesche mit den bestehen Gleisen. Diese Anbindung nutzen wir einheitlich für alle Varianten, damit wir besser vergleichen können. Wo die neuen Gleise an den Bestand in Bielefeld anbinden, untersuchen wir noch genauer. Das kann in Brake sein oder im Stadtteil Schildesche in Bielefeld.

Die Varianten V7 bis V12 benötigen zusätzliche Gleise zwischen Bad Eilsen und Bückeburg, damit Fernzüge zwischen Hannover und Minden vier Minuten weniger Fahrzeit erreichen. So erreichen alle Varianten die gleichen verkehrlichen Ziele. Die zusätzlichen elf Kilometer Strecke werden mit bewertet.

Bei Buchholz verlassen die zusätzlichen Gleise die Variante. Die Zusatz-Gleise verlaufen oberirdisch entlang der Bundesstraße B83. Der Bundeswehr-Übungsplatz Bückeburg-Röcke und die Bundesstraße B65 werden untertunnelt. Im Bückeburger Ortsteil Evesen binden die Gleise an die bestehenden Gleise.